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General Anzeiger vom 07.07.2017

„Zum Gequetschten“ in Bonn schließt

Kultkneipe besteht seit mehr als 400 Jahren

Bonn. Die Bonner Traditionskneipe "Zum Gequetschten" macht Ende des Jahres zu. Die Gaststätte besteht bereits seit mehr als 400 Jahren.

Von Sabrina Bauer, 07.07.2017

Es ist das Stammlokal vieler Bonner Karnevalsvereine: die Beueler Stadtsoldaten, die Großen Dransdorfer, die Bönnsche Chinese oder die Ehrengarde sind im Brauhaus „Zum Gequetschten“ regelmäßig zu Gast. Mitten in der Session 2017/2018 endet diese Tradition jedoch. Mit dem 31. Dezember schließt die Bonner Kultkneipe an der Sternstraße. „Eine Pachtverlängerung kommt für uns nicht in Frage, weil die Pachtbedingungen nicht mehr stimmen“, erklärte Klaus Booke, Restaurantleiter der Kneipe auf GA-Anfrage.

 „Die Pachten sind nicht mehr reinzuwirtschaften“, so Booke. Neben der Pacht für das Lokal seien auch die Kosten für die Außengastronomie gestiegen. „Das Thekengeschäft ist nicht mehr das, was es vor 20 Jahren war“, sagt Booke. Andere Bonner Traditionsgaststätten sind bereits geschlossen, wie das „Hähnchen“ oder „Im Bären“.

 

Die Stammtische seien über die Schließung bereits informiert worden. Die Weihnachtsfeiern und das Weihnachtsmarktgeschäft sollen wie gewohnt stattfinden. Über einen neuen Pächter werde derzeit verhandelt. Der jetzige Pächter setze sich dafür ein, dass wieder ein gastronomischer Betrieb in das Lokal einziehen soll. Das Gasthaus „Zum Gequetschten“ besteht bereits seit mehr als 400 Jahren – unter anderem unter dem Namen „Elefant“ oder „schiefe Ecke“. Seit 1850 trägt es den Namen „Zum Gequetschten“.

 

Express vom 30.01.2015

 

 

Express vom 05.03.2014

Paukenschlag zum Schluss - Brust sorgt für Eklat
Bonn –  Eigentlich sollte es eine feierliche Ehrung werden: Musiker Peter Brust (88), der 35 Jahre mit der legendären Band „Vier Sterneburger“ und später zusammen mit Emil Lohmer als „Die Zwei mit dem Dreh“ durch die Säle zog, wurde mit dem Ehrenorden des Festausschusses Bonner Karneval ausgezeichnet.
Doch die Dankesrede des 88-Jährigen wurde zum Rundumschlag! So schimpfte Brust auf Kabarettist Konrad Beikircher, der im Rahmen der Lärmdiskussion „Bonner, wo ist euer Stolz“ gefragt hatte, was bei Brust aber nicht gut ankam: „Was will uns ein Südtiroler über Karneval erzählen? Das wäre genauso, als wenn ich Marlies Stockhorst nach Südtirol zum Jodeln schicke.“
Auch ein Aufreger für den Musiker: der Sessionsorden der Traditionsgaststätte „Zum Gequetschten“: „Die »betenden Hände« von Dürer sind ein Kunstwerk. Wie kann man da ein Kölschglas hineinbauen? Ex-Gequetschten-Wirt Peter Jacobi würde sich im Grab herumdrehen, wenn er das sehen würde.“

Stellungnahme des Gequetschtenteams:

"Wer Peter Jacobi kannte, weiß, dass diese Idee von ihm hätte sein können, denn er liebte unseren Bönnsche Karneval über alles und er war gerade in der fünften Jahreszeit für jeden Spaß zu haben."

 

 

Express vom 26.02.2014

 

General-Anzeiger vom 22.11.2012

Raucherkneipen stehen vor dem Aus

Existenzangst bei den Wirten

Bonn.  Die Aussichten für Raucher sind schlecht, wenn ab 1. Mai 2013 nach den Plänen der rot-grünen Landesregierung das absolute Rauchverbot in NRW in Gaststätten, Festzelten und bei Brauchtumsveranstaltungen gilt. In städtischen Veranstaltungsräumen ist der Qualm ohnehin schon längst verpönt.

Hier wird geraucht: Im 'Gequetschten' dürfen Werner Piel und Trude Schmitz ihre Zigaretten genießen. Foto: Barbara Frommann

Die Stadt appelliert eindringlich an alle Veranstalter, darin nicht zu rauchen. Nicht immer halten die Besucher sich daran. In neuen Mietverträgen für Veranstaltungen in städtischen Räumen nimmt die Stadt Bonn deshalb schon jetzt ein generelles Rauchverbot auf.

In den Bonner Raucherkneipen geht inzwischen die Angst um. Zum Beispiel "Em Düvje", wo Wirtin Monika Höck sagt: "Ich habe Angst um meine Existenz, denn wir haben überwiegend ältere Gäste, die gehen nicht zum Rauchen vor die Tür, sondern für die ist das hier wie ihr Wohnzimmer." Im Zweifel würden sie zu Hause bleiben.

Carola Scholz vom "Gequetschten" befürchtet ebenfalls einen Umsatzrückgang. "Bei reinem Restaurantbetrieb verstehe ich das ja noch, aber doch nicht bei Thekenbetrieb." Sie hat vor drei Jahren extra eine Trennwand gezogen und Bereiche für Raucher und Nichtraucher unterteilt. 10.000 Euro hatte das damals gekostet. "Und das wäre alles für die Katz gewesen." In der Tat saßen am Mittwochnachmittag im "Gequetschten" fast ausschließlich Raucher an der Theke.

"Voll daneben" findet die neue Regelung auch Julia Petker, die das "Picco" betreibt. "Viele Gäste sagen mir, dass sie dann nicht mehr kommen." Außerdem sei mit Beschwerden von Nachbarn zu rechnen, wenn die Gäste vor der Türe rauchen. Auch in der "Ewigen Lampe" stehen die Ascher noch auf dem Tresen. "90 Prozent meiner Gäste sind Raucher, ohne die kann ich nicht existieren", sagt Wirt Georg-Josef Iven. Er spricht von Zerstörung der Kneipenkultur und will abwarten, was das in der Praxis heißt. "Ich gucke mir das Rauchverbot ein halbes Jahr an und muss dann entscheiden, ob ich aufhöre."

Gut dran sind dagegen Wirte, die schon vor drei Jahren ein Rauchverbot einführten. "Wir hatten dadurch keine Einbußen, das hat uns nicht geschadet", sagt Kurt Klein ("Bönnsch"). Auch Rolf Hiller ist zufrieden, dass sein "Sudhaus" rauchfrei ist. "Das geht eigentlich überall", meint er. "Allerdings habe ich trotzdem etwas gegen Bevormundung von Unternehmern."

Mit Gelassenheit sieht Marlies Stockhorst dem generellen Rauchverbot entgegen. Die Vorsitzende des Festausschusses Bonner Karneval hat keine Sorge, dass Karnevalsveranstaltungen deswegen schlechter besucht werden. Als Chefin des in der "Springmaus" beheimateten Endenicher Damenkomitees Lustige Bucheckern ist ihr ein striktes Rauchverbot auch nicht fremd. "Das herrscht bereits seit Jahren bei uns", sagt sie.

Bei Großveranstaltungen im Karneval wie der Proklamation sollen die Raucher künftig in einem Zelt vor der Tür ihrem Laster frönen können. "Das verursacht zusätzliche Kosten", macht Stockhorst deutlich, "zumal wir dafür auch einen Türdienst engagieren müssen." Die Kosten hat auch Christoph Schada als "toleranter Nichtraucher" im Blick. Der Ex-Karnevalsprinz ist Mitglied der Ehrengarde und Vorsitzender des Ortsfestausschusses Lengsdorf und somit gleich mehrfach betroffen. Dass künftig in den Sälen nicht mehr geraucht werden darf, hält er vor allem wegen der kleinen Besucher für richtig. Allerdings hätte er sich für die Karnevalisten eine Kompromisslösung gewünscht.

Jutta Boje sieht in einem generellen Rauchverbot gar kein Problem. "Auf Schießständen darf ja seit jeher nicht geraucht werden", erklärt die Schriftführerin der Sankt Sebastianus-Schützen von 1473, "das sind wir Schützen doch schon lange gewöhnt."

Das sagt die Stadt Bonn:
Seit Inkrafttreten der Gaststättenregelung des Nichtraucherschutzgesetzes NRW 2008 hat die Stadt Bonn nach Angaben des Presseamtes 458 Kontrollen durchgeführt. Die Kontrollen erfolgten zum Teil aufgrund von Bürgerbeschwerden, zum Teil auf Initiative der Stadt.

Zusätzliches Personal wurde für die Kontrollen nicht eingesetzt, sie wurden teilweise durch den Stadtordnungsdienst, teilweise durch Sachbearbeiter aus dem Gewerbesachgebiet der Bürgerdienste durchgeführt. Der Großteil der festgestellten Verstöße wurde in Gaststätten begangen.

Die Anzahl der Verstöße konnte die Stadt am Mittwoch adhoc nicht mitteilen. In der Anfangszeit hat die Stadt überwiegend mit Beratungen und Ermahnungen an die Gewerbetreibenden reagiert, anschließend Bußgelder erlassen. Insgesamt gab es in 93 Fällen Bußgelder in Höhe von überwiegend jeweils 100 Euro. Die Anzahl von Beschwerden und festgestellten Verstößen war laut Stadt in den letzten beiden Jahren stark rückläufig.

Express vom 08.03.2012

 

Qualm-Verbot für geschlossene Räume
Rauchen Bonner jetzt im Tipi?

Von RENÉ KOHLENBERG
 
Bonn – Raus, oder Kippe aus! Die NRW-Regierung hat ein Raucherverbot für Kneipen, Festzelte und Veranstaltungshäuser beschlossen (EXPRESS berichtete). Drinnen darf bald nicht mehr gequalmt werden. Zelt-Hersteller reiben sich schon die Hände. Raucht der Bonner jetzt im Tipi?

„Wir haben es schon vor drei Jahren bei den ersten Rauchverboten im Absatz gemerkt und einige Zelte mehr verkauft“, erinnert sich Stefan Diesing vom Zelt-Hersteller „HBS“in Endenich.

Auch diesmal könnte wieder Arbeit auf ihn und seine Kollegen zukommen. „Wir hab extra ein Raucherzelt angefertigt“, erklärt Diesing. In der Spitze des Zelts befinden sich kleine Luftschlitze, durch die der Rauch abziehen kann.

Aber darf jeder Wirt einfach ein Zelt vor seinen Laden stellen? „Wer einen Außenbereich hat, darf ihn generell auch überdachen“, erklärt Elke Palm vom Presseamt. Bei Gaststätten ohne Außengastro wird es schwieriger: „Eine Bewirtung ist draußen nicht erlaubt, aber ein Schirm oder eine Markise dürften kein Problem sein.“

 

10.000 Euro sind futsch. Chefin Karola Scholz hat für viel Geld im „Gequetschten“ eine Raucherzone eingerichtet.
Foto: Erhard Paul

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) rechnet damit, dass in Bonn rund 90 von 150 kleinen Kneipen dicht machen müssen, befürchtet, dass Anwohner sich über den „Raucher-Lärm“ beschweren. „Die Leute, die vor der Tür rauchen, quatschen“, so Sprecher Thorsten Hellwig. Ein Problem, das die Stadt schon jetzt beschäftigt, bestätigt Palm.

Hart hat es jetzt Karola Scholz getroffen. Die Chefin vom „Gequetschten“ ließ vor drei Jahren eine Raucherzone einrichten. Kosten: 10.000 Euro. „Ich habe keine Ahnung, was wir jetzt machen. So bleiben kann es ja nicht

Express vom 08.03.2012

 

 

 

Gerneral-Anzeiger vom 02.01.2012

Letztes Kurfürsten Kölsch im "Gequetschten" gezapft

Geschäftsführerin Karola Scholz hat das Kurfürsten-Bier auch selbst immer gern getrunken.Jetzt ist Schluss. Foto: Frank Auffenberg
Das Jahr 2011 ist vergangen, und mit ihm ist eine 321 Jahre alte kurfürstliche Brautradition in Bonn verschwunden.

Kurfürsten Kölsch, gleichermaßen geliebt und geschmäht, ist mit dem Jahreswechsel eingestellt worden (der GA berichtete). Ein letztes Mal trafen sich Stammgäste und Kurfürstenliebhaber am Samstag in der Gaststätte "Zum Gequetschten", um bei frischgezapftem Kurfürsten Kölsch beisammen zu sitzen. Tief im Braukeller der Gaststätte wurden die letzten Fässer des bis 1993 in der Bornheimer Straße gebrauten Bieres angeschlossen.

Seit 26 Jahren gibt es die Gaststätte "Zum Gequetschten" in ihrer heutigen Form, 26 Jahre wurde dort Kurfürsten Kölsch ausgeschenkt. "Es ist schon schwer, sich nun zu verabschieden. Kurfürsten ist ein leckeres und gutes Bier", sagte die Gequetschten-Geschäftsführerin Karola Scholz.

Umstellung auf Gilden-Kölsch

Selber habe sie es immer sehr gerne getrunken. Mit dem Jahreswechsel stelle man den Ausschank nun auf Gilden-Kölsch um. "Es ist ein bisschen herber, kommt mit seinem Geschmack an das Kurfürsten Kölsch ran und wird unseren Gästen sicher auch schmecken, aber schade ist es trotzdem", so Scholz.

"Seitdem ich 1965 nach Bonn gekommen bin, habe ich immer gerne Kurfürsten Kölsch getrunken", sagte der Gast Rolf Walter. bedauernd. "Man fand es in den letzten Jahren nicht mehr so leicht, nur noch wenige Gaststätten schenkten es aus, aber mir hat es vom Geschmack her sehr gut gefallen." Mit einem festen Freundeskreis habe man sich im Gequetschten auf ein Kurfürsten getroffen.

Stück Bonner Geschichte geht zu Ende

"Man verbindet viele Erinnerungen mit diesem Kölsch", sagte Walter. Erst an den Weihnachtstagen habe er seinem Enkel den Standort der alten Brauerei auf der Bornheimer Straße gezeigt. Ein Stück Bonner Geschichte gehe mit dem Bier verloren.

Auch an der Fassade der Traditionsgaststätte wird sich das Aus für Kurfürsten Kölsch bemerkbar machen. Am Neujahrstag blieb die Gaststätte geschlossen, pünktlich zum Ausschank des neuen Kölschs werden auch die Brauerei-Ausschankschilder abgebaut sein, kündigte Scholz an.

Aus beinahe allen verbliebenen 31 Kurfürsten Ausschankstellen ist zum Jahreswechsel das Kurfürsten Kölsch verschwunden. Allein im Lokal "Sonjas", Friedrichstraße 13, wird es noch einmal eine Möglichkeit geben, sich vom Kurfürsten Kölsch zu verabschieden. Für die Feier ihres 25. Jubiläums am 9. Januar hat sich Wirtin Sonja Reuel einige Fässer zur Seite gestellt.

Express 12/11

So klappt es mit der Hygiene-Ampel
Von JESSICA BACKHAUS und MARION STEEGER


Hier im „Gequetschten“ ist alles super sauber! Robel Bruk, Küchenchef Said Tantan, Abdullah Ahmad hätten keine Probleme, wenn die Hygiene-Ampel kommt. Foto: Erhard Paul

Mäuseköttel auf der Arbeitsplatte, Gehacktes, das tagelang im Kühlschrank rumgammelt, versiffte Bratpfannen:
Es gibt kaum etwas Ekliges, was die Lebensmittelkontrolleuren der Stadt Bonn noch nicht kennen.
Und geht es nach NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel, sollen auch die Restaurantbesucher bald wissen, wie gut oder schlecht es in der Küche von Kneipe, Imbiss oder Restaurant aussieht.
Hygiene-Ampel heißt das Zauberwort. Grün steht für saubere Küche, Gelb für kleine Mängel, Rot für Beanstandungen der Kontrolleure. Die Verbraucherschutz-Konferenz hat sie längst beschlossen, am 1.1. sollte sie kommen, doch beim Bund hakt es noch.
Trotzdem steht die Stadt Bonn in den Startlöchern: „Schon jetzt sind acht Lebensmittelkontrolleure und zwei Kontrollassistenten im Einsatz“, erklärt Elke Palm vom Presseamt. Insgesamt 3.222 Bonner Betriebe haben die Kontrolleure im Auge. 3.043 wurden kontrolliert, in 828 Fällen kamen die Sauberkeits-Checker wieder.
Bittere Bilanz: Gegen 136 Küchenchefs gab es ein Ordnungswidrigkeitsverfahren, einmal musste sogar ein Strafverfahren eingeleitet werden. Auch wenn der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband nichts von der Hygiene-Ampel hält – Bonner Gastronomen haben kein Problem mit Rot/Gelb/Grün an der Eingangstür.
EXPRESS hat bei drei ganz unterschiedlichen Lokalen nachgefragt. Karola Scholz von der Traditionsgaststätte „Zum Gequetschten“: „So eine Ampel ist nicht verkehrt. Ich jedenfalls hätte keine Angst davor.“
Auch im türkischen Spezialitätenrestaurant „Opera“ macht man sich vor einer Hygiene-Ampel nicht bange: „Ich gehe davon aus, dass wir tipptopp sind“, schmunzelt Geschäftsführerin Filiz Tosun. „Es wird sicher Leute geben, die auf so eine Ampel achten. Aber andere wird das nicht interessieren.“
Zwar begrüßt Thomas Kleber, Geschäftsführer des edlen Kameha Grand, „jede Form von Transparenz für den Gast“. Aber Kleber mahnt: „Eine Ampel könnte auch zur Verunsicherung führen. Denn im Grund darf es nur zwei Farben geben: Grün, dann ist die Hygiene einwandfrei. Und Rot – dann gehört das Restaurant geschlossen.“

 

Große Weihnachtstombola am 27.12.2011

  Am 27.12.2011 fand im Brauhaus Zum Gequetschten, Sternstraße 78, 53111 Bonn, die 22. Weihnachtstombola statt.
Auch in diesem Jahr wurde der Erlös der Tombola in Höhe von 2.600,-- Euro als Spende an den Förderkreis für krebskranmke Kinder und Jugendliche Bonn übergeben.

 

Express vom 22.12.2011

Finger weg von unserem Trinkgeld! 

Von MEHMET ATA und TANJA HEUSER 

Die Köbesse Marc Sargony, Marco Paßmann und Reiner Nelles (von l. n. r.) dürfen ihr Trinkgeld behalten. Foto: Erhard Paul
 
Gerade in der Weihnachtszeit knausern die Gäste nicht beim Trinkgeld. Jetzt darf es auch mal etwas mehr sein als die üblichen 10 Prozent. Dabei ahnen die Gäste nicht: In so manchem Café, Restaurant oder in der Kneipe kassieren die Wirte beim Trinkgeld mit.

Was Kellnerin Greta Berger (Name geändert) in einem Bonner Restaurant erlebte, macht sie noch immer wütend. „Die Chefin hat ein Drittel des Trinkgeldes einbehalten. Angeblich, um damit die Dekoration zu bezahlen.“

Alles Diskutieren brachte nichts. Greta kündigte nach kurzer Zeit den Job. Dabei dürfen die Wirte laut eines aktuellen Urteils aus Rheinland-Pfalz nicht mal vorgeben, ob die Kellner ihr Trinkgeld mit anderen Mitarbeitern wie Köchen oder Spülern teilen.

Aber viele Wirte interessieren sich nicht für Gerichtsentscheidungen. Sie machen ihre eigenen Gesetze, kassieren auch mal das ganze Trinkgeld ein. Das können bis zu 150 Euro am Tag pro Kellner sein. „Das Problem der Trinkgeldprellerei ist auf dem Vormarsch“, weiß Ernst Busch von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Perfekt läuft es im Brauhaus „Zum Gequetschten“. Hier dürfen die Köbesse ihr gesamtes Trinkgeld behalten. „Sonst würden wir unserer Chefin Karola auf die Finger klopfen“, scherzt Köbes Marco Paßmann.

Express vom 11.05.2011

Bonner Kneipen
Aus für Schlupfloch Raucherclub

Von JESSICA BACKHAUS

Kippen an der Theke sind jetzt nur noch in kleinen Kneipen erlaubt.

Bonn –  

Bei etlichen Bonner Wirten qualmen jetzt nicht mehr die Zigaretten, sondern die Köpfe. Als das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster das Schlupfloch Raucherclub kippte, hatte die Verwaltung erst mal angekündigt, das Urteil prüfen zu müssen. Doch siehe da: Jetzt greift die Stadt tatsächlich durch!

Zwölf Gastronomen bekamen die Keule schon zu spüren. Ihnen flatterte ein saftiges Knöllchen ins Haus. Können die Kneipiers nicht doch noch belegen, keinen Verstoß begangen zu haben, werden 100 Euro fällig.

Seit Einführung des Rauchverbots im Juli 2008 führte die Stadt nur bis zu acht Kontrollen monatlich durch. Und fiel bei diesen Mini-Kontrollen mal ein Bonner Gastronom auf, kam er in der Regel glimpflich davon: Beim ersten Verstoß gab es nur eine schriftliche Verwarnung. Aber damit ist jetzt Schluss! Die Stadt kassiert schon beim ersten Verstoß 100 Euro Bußgeld. Im Wiederholungsfall wird verdoppelt.

Was sagen Bonner Wirte dazu? „Ich finde es gut, dass die Schlupflöcher gestopft werden“, sagt Rolf Hiller. Im „Sudhaus“ herrscht Rauchverbot, 30 Prozent der Gäste sind Raucher, schätzt Hiller. „Die Gäste haben sich daran gewöhnt, Teile geschlossener Gesellschaften gehen zum Rauchen vor die Tür.“

„Im Gequetschten“ baute Karola Scholz eine Trennwand ein, nachdem sie es erst rauchfrei probiert hatte: „Sicher 70 Prozent unserer Gäste sind Raucher, die Einnahmen gingen stark zurück. Doch jetzt läuft es.“ Sauer ist Werner Kaschke („Zur Rheinbrücke“). „Das ist Bevormundung! Wir befürchten große Einbußen.“ Kaschke hat bislang die Raucherclub-Lösung genutzt, muss jetzt auf komplett rauchfrei umstellen.

Hintergrund: Am 4. April stellte das OVG klar: Wird eine ganze Kneipe zum Raucherclub erklärt, ist das eine „unzulässige Umgehung des gesetzlichen Rauchverbots“. Erlaubt sind Glimmstängel jetzt nur noch in Kneipen unter 75 qm, bei geschlossenen Gesellschaften, in separaten Raucherräumen.

 

16. Februar 2011 

Gemütliches Einsingen im Gequetschten

Gemütlich war es und stimmungsvoll in der verwinkelten Kneipe in der Bonner Fußgängerzone. Das „Op Jöck- Team“ samt Bonner Loss mer singe – Crew, die ja nun auf eine dreijährige Tradition von LMS Veranstaltungen in der Beethoven-Stadt zurück blicken können, sangen mit knapp 250 Gästen und erfreuten sich der wirklich schönen Atmosphäre, trotz manchmal etwas schwierigen akustischen Rahmenbedingungen. Bei der vorletzten Etappe der Loss mer singe op Jöck Tour, die in Bonn, neben dem Mitinitiator VRS von den Stadtwerken Bonn unterstützt wurde, gab es zum Schnelldurchlauf hohen Besuch von Prinz Christoph I. und Bonna Karin IV., die mit großem Sachverstand und erstaunlicher Textsicherheit bei den neuen Lieder glänzen konnte. Die gebürtige Schwedin und Wirtin Carola freute sich als bekennender Brings-Fan über den knappen Sieg ihrer Lieblinge vor den Fööss und dem Tribute-Song für die Kölner Kultband. Top auch die Paveier, deren Bonner Mitsingkonzert vor ein paar Monaten vielen Gästen noch in toller Erinnerung war.

Aber auch in einer Stadt wie Bonn läuten die Wecker am nächsten Morgen zur Arbeit, sodass  in der Wochenmitte einige Gäste schweren Herzens bereits vor der Verlosung die Segel streichen mussten. Stadtwerke-Chef Heinz Jürgen Reining und VRS Geschäftsführer Norbert Reinkober nahmen es sportlich und einigten sich auf ein gerechtes Unentschieden, als sie beide beim vierten, gezogenen Namen mit Erfolg die Preise überreichen konnten. Glücklich hakten sich dann alle ein und genossen es, bei dem besonderen, herzenswarmen Flair der letzten halben Stunde der Gesangs-Party in exklusiver Runde dabei zu sein.

 

 

 

 

Gerneral-Anzeiger vom 03.08.2010

 Verschärfung des Rauchverbots: Noch hat der Gast die Wahl
Von Christina Fuhg und Christoph Meurer

"Auch im "Zum Gequetschten" in der Sternstraße hat man sich mit dem derzeit gültigen NRW-Rauchverbot arrangiert: Die Gaststätte ist fein säuberlich in einen Raucher- und einen Nichtraucherbereich abgeteilt. "Das funktioniert perfekt", versichert Inhaberin Karola Scholz. "Das wird von den Gästen super angenommen."

 

Express vom 09.02.2010 

Heftig! Kölsch 30 % teurer
Von JESSICA BACKHAUS

Warum ist das Bier an den jecken Tagen so viel teurer, wollten wir von Wirten aus der Bonner City wissen. Karola Scholz („Zum Gequetschten“): „Wir haben an Karneval einen immens höheren Personalaufwand. Es stehen mehr Kräfte hinter der Theke, ich habe zwei Toilettenfrauen da und zwei Türsteher am Eingang. Die muss ich ja alle bezahlen.“

 

Express vom 26.01.2010 

So kämpft die Stadt gegen das Koma-Saufen
Von JESSICA BACKHAUS

Auch die Bonner Gastronomen sorgen vor. Karola Scholz („Zum Gequetschten“): „Wir lassen Jugendliche unter 18 erst gar nicht rein. Im Zweifel kontrollieren unsere Türsteher den Ausweis.“

 

Express vom 19.11.2009

 

Express vom 13.11.2009

Die stellvertretende EXPRESS-Lokalchefin Marion Steeger, OB Nimptsch, Christa Milz, Bürgermeister Joisten, Karola Scholz.
Die stellvertretende EXPRESS-Lokalchefin Marion Steeger, OB Nimptsch, Christa Milz, Bürgermeister Joisten, Karola Scholz.
Foto: Erhard Paul
Den Anfang machte Bürgermeister Helmut Joisten (kam trotz Umzugsstresses vorbei) mit der Verleihung des zweiten Preises an „Gequetschten“-Wirtin Karola Scholz.

Express vom 02.04.2009

 Carola Scholz, Chefin der Gaststätte „Zum Gequetschten“, vor einem der Spielautomaten.
Carola Scholz, Chefin der Gaststätte „Zum Gequetschten“, vor einem der Spielautomaten.
Foto: Paul
 
Bonn - „Zum Gequetschten“

Der Automatenknacker war der Köbes

Von IRIS KLINGELHÖFER
 
Aufbruchserie in der Traditionsgaststätte „Zum Gequetschten“ geklärt!

Die Serie begann im Sommer 2007. Zu der Zeit fing Siegfried gerade als Kellner im Gequetschten an. Prompt gab es im Juni, Juli und Dezember die ersten Automatenaufbrüche.

Damit war abrupt Schluss, als der junge Bonner aufhörte zu kellnern – und begann wieder, als er ab September 2008 erneut im Gequetschten anfing. Immer wurden die Spielautomaten im „Gequetschten“ geknackt, insgesamt mehrere Tausend Euro rausgeklaut. Auffällig: Bei allen Taten gab es keine Einbruchsspuren!

„Das konnte nur einer meiner Angestellten gewesen sein“, erzählt Chefin Carola Scholz. „Das war alles andere als ein tolles Gefühl. Auch für die anderen Mitarbeiter.“

Als feststand, dass es Siegfried war, fiel sie aus allen Wolken. Carola Scholz: „Er war ein super Arbeiter, freundlich zu den Gästen, immer hilfsbereit.“

Dabei überführte die Gequetschten-Chefin ihren Köbes selbst! Zusammen mit dem Automatenaufsteller präparierte sie die Spielautomaten mit einer Kamera. Eines Nachts im November 2008 nahm die Siegfried auf…

Wegen finanzieller Probleme wurde der beliebte Köbes zum Straftäter! Nach Dienstschluss hatte der 27-Jährige immer ein Fenster der Gaststätte geöffnet und den Bewegungsmelder mit Alu-Folie abgedeckt.

So schlug der nie Alarm, als er dann zu späterer Stunde dort einstieg. Dabei trug er offenbar Handschuhe. Sie und weiteres Beweismaterial fand Carola Scholz nach der letzten Tat im Hausmüll.

Auf EXPRESS-Anfrage bestätigt Polizeisprecherin Daniela Lindemann, dass allein neun Fälle im „Gequetschten“ aktenkundig sind. Zwei hat Siegfried B. in seiner Vernehmung schon gestanden.

„Wir prüfen derzeit, ob der Tatverdächtige auch für Spielautomatenaufbrüche in einer anderen Bonner Gaststätte aus 2007 infrage kommt“, so Lindemann. Nach EXPRESS-Information handelt es sich dabei ums „Picco“. Das liegt beim „Gequetschten“ um die Ecke.

 

 

Fast zwei Jahre lang waren dort nachts regelmäßig die beiden Spielautomaten aufgehebelt und geplündert worden. Jetzt nahm die Polizei den mutmaßlichen Täter fest: Siegfried B. (27, Name geändert) – ein ehemaliger Gequetschten-Köbes.

 

 

 

Express vom 23.06.2008

Falscher Köbes schlich sich ins Lokal
Von DIETMAR BICKMANN
 

Das Bonner Traditionslokal „Zum Gequetschten.“ Köbesse stellten im Keller einen Räuber.

Das Bonner Traditionslokal „Zum Gequetschten.“ Köbesse stellten im Keller einen Räuber.
Foto: Behn
Bonn - Ein falscher Kellner im „Gequetschten.“ Räuber Damiano M. (39) fummelte an den Spinden rum, gab sich bei den Köbessen ganz dreist als Kollege aus. Bis die misstrauisch wurden..

Der Köbes im „Gequetschten“ Jontis (38) staunte nicht schlecht, als er am 10. März 2008 die Treppen zu den Toiletten hinunterging, durch den Notausgang weiter in den Personalraum. Ein Mann stand an seinem Spind, durchwühlte seine Sachen.

Das war Damiano M., stadtbekannter Ganove, der Diebesgut versilbern musste für seinen nächsten Rausch. Doch der Südländer war ganz cool, behauptete: „Hey, ich arbeite doch hier.“ Köbes Jontis stutzte, fragte den dazustoßenden Kollegen, Köbes Karl (37): „Karl, kennst du den? Arbeitet der bei uns?“

Damiano M. hatte die Ohren gespitzt. „Hey Carlos, du kennst mich doch. Ich arbeite hier.“ Doch auch Karl alias „Carlos“ hatte den „Kollegen“ an den Spinden noch nie gesehen.

Den erfahrenen Köbessen war klar: Das ist ein gemeiner Dieb.

Er hatte bereits alle Spinde aufgebrochen, Sachen eingesteckt: Eine Flasche Parfüm, ein Handy, mehrere Euro Wechselgeld.

Jontis und Karl handelten. Sie zerrten den Räuber in den Schankraum, hielten ihn am Tresen fest, bis die Polizei kam. Wirtin Karola Scholz: „Die Jungs hatten die Sache gut im Griff.“ Und: „Die Sache ist noch glimpflich ausgegangen. Alle haben ihre Sachen wiederbekommen. Trotzdem waren wir erleichtert, als die Polizei ihn mitgenommen hatte.“

Die Polizei hatte einen guten alten Bekannten im „Gequetschten“ abgeholt. Damiano M. begann seine kriminelle Karriere 1991 mit versuchtem Betrug und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Er sammelte fleißig weiter Vorstrafen: Im gleichen Jahr Diebstahl, ein Heroinbesitz. Nach sechs Jahren Ruhe ging es mit schwerem Diebstahl weiter. Damiano war bei seinen Landsleuten im Ristorante „La Grappa“ eingebrochen, klaute Alkohol und Konserven. Fünf weitere Straftaten kamen bis heute dazu.

Jetzt also räuberischer Diebstahl im „Gequetschten.“ Das Schöffengericht kannte keine Gnade: Ein Jahr Knast für den Köbes-Schreck ohne Bewährung. Seinen Anstand hat Damiano nicht ganz verloren. Trotz Hausverbot ging er noch mal in den „Gequetschten“ - um sich zu entschuldigen.

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